Aktiven-Ausflug in die „Riegele Welt“

Aktiven-Ausflug in die „Riegele Welt“

Am Freitag, den 4. September 2015 gibt es einen Aktiven-Ausflug im bei der Brauerei Riegele.

Inhalt: Rundgang vom Malzboden über das Jugendstilsudhaus durch den Gärbereich und Lagerkeller bis zum Tiefbrunnen mit Informationen über Rohstoffe, Brauprozess und Interessantem rund ums Bier – inklusive Verkostung und Brotzeit

Dauer: Führung ca. 1 Stunde / Brotzeit und Verkostung: bis zu 2 Stunden

 

Vier Tage lang wurde im Stadel gefeiert

Vier Tage lang wurde im Stadel gefeiert

Los ging es nach dem Festgottesdienst mit dem traditionellen Vatertagsfrühschoppen, zu dem dieses Jahr „Die Schwäbischen Brotzeitmusikanten“ mit feiner Blasmusik zünftig aufspielten. Erst nach mehreren Zugaben, durften sie die Bühne an die „Stauffersberger Musikanten“ übergeben. Die Gastgeber gestalteten den Nachmittag mit einer bunten Auswahl an traditioneller Blasmusik. Die Mischung kam gut an, denn der Stadel blieb den ganzen Nachmittag über sehr gut gefüllt, so dass die Musikanten aus Aretsried nahtlos vor vollem Haus weitermachen konnten. So war die Stimmung auch am Abend hervorragend und der erste Festtag fand einen gelungenen Abschluss.
Am Freitag stand Kabarett auf dem Programm: Werner Meier gastierte mit seinem aktuellen Programm „… apps geht imma!“ beim Maifest. Treffsicher und mit subtilem Humor surft er zusammen mit den Besuchern durch den digitalen Alltagsdschungel und singt von verliebten Pfarrern, coolen Ü70-Partys und visionären Strombauern. Erst nach mehreren Zugaben durfte „Bayerns bester Meier“ die Bühne verlassen. Auch am Samstag war der Stadel bestens besucht. Zwischenzeitlich waren Sitzplätze sogar rar. Bei Gockel, Spieß und einer Halbe Bier genossen die Besucher einen unterhaltsamen Festabend. Musikalisch sorgten die „Rothtaler Musikanten“ aus Horgau für beste Stimmung. Bis nach Mitternacht wurde – z.T. sogar auf Tischen & Bänken – gefeiert. Sonntags lud Kurt Pascher mit seiner „Böhmerwälder Tanzbodenmusik“ zum Frühschoppen ein. Im Anschluss daran startete das BobbyCar-Rennen. Bereits zum zwölften Mal traten die waghalsigen Piloten in verschiedenen Altersgruppen gegeneinander an. Neben Pokalen und Sachpreisen ging es bei vielen Teilnehmern v.a. „um die Ehre“. Die Siegerehrung wurde von der Jugendkapelle Adelsried/Bonstetten umrahmt. Zum
Festausklang formierten sich am Sonntag bereits zum vierten Mal die „MVB Allstars“: Denn beim freien Aufspielen waren alle Musikanten willkommen. Und so finden sich bei dieser Gelegenheit
sowohl „Ehemalige“ der „Stauffersberger Musikanten“ als auch befreundete Musiker zusammen auf der Bühne. Alles in allem blicken die Organisatoren auf äußerst erfolgreiche Festtage zurück. „Wenn man sieht, dass alles läuft und es den Besuchern gefällt, ist das der Lohn für die viele Arbeit vor und während dem Fest!“, so Vorstand Martin Brandler. Und so freut man sich schon, wenn es auch 2016 wieder heiß: „Auf geht’s zum Maifest!“


Aber bitte mit Smartphone!

Volles Haus bei Kabarettist Werner Meier im Stegherr-Stadel

„Lasst euer Smartphone ruhig an – ich mach’s auch! Sonst versäum‘ a was!“ Ein bisserl war das Publikum im Feststadel schon irritiert – schließlich bitten Künstler sonst um uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Aber „apps geht imma“, meinte Werner Meier, der den ersten Teil seines Programms dem i– Phone gewidmet hatte. Denn „schließlich sind wir ja alle Mitglieder der „Apfelgemeinde“, auch wenn der Apfel schon angebissen ist!“ Aber Meier will nicht schuld sein, wenn einer seiner Gäste eine Freundschaftsanfrage bei Facebook nicht sofort beantworten kann und daran gar eine Freundschaft scheitert.

meier

Mit subtilen Anspielungen nahm der wortgewandte Kabarettist die Manie der Handy- Freaks auf die Schippe und landet so einen Treffer nach dem anderen. Auch auf andere Themen ging Meier ein: Etwa die visionären Stromanbauer, die ihr Leben der siebten Fruchtfolge , den schwarzglänzenden Photovoltaikanlagen, gewidmet haben und so Biostrom frisch vom Feld bekommen. So werde der verteufelte Atomstrom überflüssig. Einen Haken gibt es trotzdem: Es würden Chinazellen verwendet – „billig, aber saugiftig in Herstellung und Entsorgung!“

Die Lacher voll auf seiner Seite hatten „Bayerns bestem Meier“ und seiner Gitarre bei seinen herrlich verqueren Liedern. Mit 30 Jahren sei ein Mann zum ersten Mal verliebt. Kein Problem, könnte man meinen. Doch dann ist ihm klar: “Er ist ein verliebter Pfarrer!“ Diese Pointe erntete stürmischen Applaus. Doch für die Aufforderung Meiers, dieses Lied doch als Abschluss des Pfarrfestes zu singen oder die entsprechende CD dem Ortspfarrer zu schenken, können sich die Bonstetter nicht erwärmen.

Voller Inbrunst sangen jedoch alle mit, als Werner Meier die Ketten anprangert. Schließlich „ ham Brez’n und Semmeln no kei Bäckerei von innen g’sehn, wenn sie in den Kett’n über den Tresen geh’n.“ Den Refrain „I bin a Kett’nhasser“ empfiehlt er vor allem allen Einzelhändlern.

Werner Meier wechselt zwischen Lachern und nachdenklichen Weisen und erinnert in seiner ersten Zugabe, seinem „Audio Give away“, daran, dass das Leben keine Sparkasse sei, das Leben g‘hört verbraucht! Deshalb wünscht er seinen Gästen, dass sie nicht spar’n an der Liebe, die Zeit ist zu kostbar! Doch gerade diese nachdenkliche Zugabe reißt seine Zuhörer noch einmal von den Stühlen, und so schickt sie der Künstler mit „Großkampftag bei Aldi“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Heimweg. Schließlich wundert es ihn nicht, dass manche Helme tragen, wenn sie bei der Aldi Zeit am Wühltisch stehen und Bayern hier ihre Milch kaufen „Die ist hier viel billiger!“

Sein Publikum hat der Kabarettist in Bonstetten fasziniert: „ Ich komme gerne hier her zum Kabarett!“, meint Gudrun. „Werner Meier war wieder etwas ganz Besonderes. Herrlich verquere Lieder, hintersinnig und dann wieder einfach lustig!“ Neben den Stammgästen konnte sich Musikverein Vorstand Martin Brandler über rege Nachfrage aus der ganzen Umgebung freuen: „Ich bin froh, dass wir alle unterbringen konnten!“

(Text und Bild: Ursula Puschak)

Werner Meier

Werner Meier

Nach seinem Auftritt im Jahr 2004 wieder mit »Bayerns bestem Meier«, seiner Gitarre und seinen wunderbar verqueren Liedern von verliebten Pfarrern, coolen Ü-70 Partys, visionären Strombauern und…

Lieder der leisen Zwischentöne voll verschmitztem Hintersinn, bei denen sich die Zuschauer zurücklehnen können, ihren geplagten Facebuckel entspannen, lauschen, lachen oder vielleicht ein bisschen mitsingen.

Wäre da nicht Meiers neues Smartphone… »Äh, Moment – I hab’s glei. I muss nur schnell apps…«

Heldenhaft surft er – ganz nebenbei – durch den digitalen Alltagsdschungel und nur mit seinem treffsicheren Wortwitz und seinem herrlich hinterlistigen Humor rettet er sich und sein Publikum gekonnt vor dem Untergang im virtuellen Meer der unendlichen Möglichkeiten.

»Ach, noch eine Bitte bevor es los geht: Schalten Sie Ihr Smartphone nicht aus während der Vorstellung! Lassen Sie Ihr Handy doch an. Fotografieren, Mitschneiden und Filmen sind ausdrücklich erwünscht. Und dann können ja auch Sie zwischendurch kurz apps erledigen oder schnell apps downloaden oder …

Naja: apps geht imma!«

Und das alles wird wieder im Maifest des Musikvereins Bonstetten geboten. Am Freitag, den 15. Mai 2015 um 20 Uhr im Maifeststadl.

Karten gibts es ab Anfang Mitte April bei der “Eggers Backstube” (Hauptstr.), unter der Telefonnummer 08293 / 3889508 oder unter karten@mv-bonstetten.de. Ein Tipp: Rechtzeitig sich Karten beschaffen….

https://www.youtube.com/user/TheWernerMeier