Auf geht’s mit Pauken und Trompeten beim Dreikönigskonzert des Musikvereins Bonstetten

Gerade ist das Publikum aus Nah und Fern über neue Wege in die Mehrzweckhalle Adelsried gegangen (wegen des Anbaus der Grundschule waren die „normalen Wege“ und Parkplätze versperrt), da wurde es schon von einem äußerst energiegeladenen Werk von Michael Geisler empfangen.

Passend zum diesjährigen Motto „Die vier Elemente“ ging es gleich mit „On Fire“ los. Eine fanfarengleiche Einleitung, eine eingängige Melodie mit verschiedenen Variationen, etliche Soli und schließlich ein kraftvolles Finale zeigten: Die Stauffersberger Musikanten sind mit ihrer Dirigentin Anna Kapfer „on fire“!

Im Anschluss entführen sie ihre Gäste mit „Mountain Wind“ in weite Berglandschaften, in denen natürlich ein Wind über die Höhen pfeift, mal ein kräftiger Sturm, der dann wieder abflaut. Von den Alpen an die Nordsee? Für den Musikverein Bonstetten kein Problem! Mit „Waterkant!“ entführen die Musiker ihr Publikum in ein Matrosenleben: nach dem Abschied am Hafen stechen die Seeleute in See, lassen ihre Liebsten zurück und genießen bald die Weite des Meeres. Alte Seemannslieder, die beliebten Shanties – all das wird jäh unterbrochen, als ein Sturm aufzieht. Das Schiff muss auf Kurs gehalten werden! Als sie schließlich erschöpft aber glücklich in den Heimathafen einlaufen, ertönt das bekannte Shanty-Lied „Hamborger Veermaster“.

Nach den ersten drei Elementen – Feuer, Luft und Wasser – wird es Zeit, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Und was eignet sich da besser als „The Rolling Stones on Tour“, wo die Unverwüstlichen doch gerade ihre Tour 2026 absagen mussten. Das Publikum des Dreikönigskonzerts hatte Glück. Sie genossen ein Medley aus „Paint it Black“, „Ruby Tuesday“ und „Satisfaction“.

Die zweite Hälfte des Konzerts fiel zunächst etwas aus dem Motto „Die vier Elemente“, doch Marina Fladerer wäre nicht Marina, wenn ihr das nicht gelungen wäre. „Sempre Unita“, der Konzertmarsch nach der Pause, heißt „für immer vereint“. Und Musik ist schließlich eine universelle Sprache, die Menschen rund um den Erdball vereint. Dazu passte dann auch das nächste Werk, die Schnellpolka „Böhmisches Feuer“ von Kurt Pascher.

Mit „Selections from Disney’s Moana“, die im Deutschen Vaiana heißt, ging es zurück in die Weiten des Ozeans, wo Vaiana, die selbstbewusste Disney-Heldin, die Grenzen ihres Volkes und ihre eigenen Grenzen überschreitet und schließlich das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur wieder herstellt. Noch einmal konnten die Gäste in die Wellen des Ozeans gleiten und sich in das Geschehen versetzen, bevor mit „Earth, Wind and Fire in Concert“ der offizielle Teil des Konzerts zu Ende ging. Doch nach „September“, „After The Love Is Gone“ und „Fantasy“ forderte das begeisterte Publikum „Zugabe!“ Und natürlich gab es nicht nur eine Zugabe, sondern zwei.

Bild & Text: U.Puschak