150 Jahre Ehrenamt,150 Jahre Treue zur Blasmusik

Das Der-Königs-Konzert der Stauffersberger Musikanten bot denn auch einen wahrhaft würdigen Rahmen, um besonders verdiente Musiker des Musikvereins Bonstetten zu ehren.

150 Jahre Treue zur Blasmusik (v.l.n.r.): Roland Fladerer, Martin Brandler und Anton Sapper

Dieses Jahr schafften es gleich drei Musiker, für je 50 Jahre Treue und Verbundenheit zur Blasmusik und zum Verein ausgezeichnet zu werden. Martin Brandler, langjähriger Vorsitzender und jetziger Ehrenvorsitzender, wurde von Angela Ehinger vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund ebenso für diese herausragende Treue zum Ehrenamt geehrt wie Roland Fladerer und Anton Sapper.

Die Geehrten beim Drei-Königs-Konzert (v.l.n.r.): Roland Fladerer, Anton Sapper und Martin Brandler (alle 50 Jahre), Thomas Förg (25 Jahre), Norbert Schlicht (45 Jahre), Johanna Treu (20 Jahre), Matthias Stegherr (30 Jahre), Marina Fladerer (2. Vorsitzende MVB), Angela Ehinger (Bezirksvorsitzende ASM), Carolin Greger (1. Vorsitzende MVB)

Bereits 25 Jahr aktiv dabei ist Thomas Förg, Johanna Treu schaut auf 20 Jahre zurück. 30 Jahre sind es bei Matthias Stegherr, Norbert Schlicht hält dem MV Bonstetten bereits seit 45 Jahren die Treue.

Angela Ehinger lobte ebenso wie die Vorsitzende des Vereins, Carolin Greger, das große Engagement der Musiker, den Übungsfleiß, den Zusammenhalt im Verein, denn „ohne all dieses Engagement gäbe es keine Vereine, keine Musik!“

(Text & Bild: U. Puschak)

Drei-Königs-Konzert 2020 lockt Zuschauer aus nah und fern

Gelungene Premiere für Norbert Rachuth am Dirigentenpult

Ob es wohl die Neugier war, die dieses Jahr so viele Zuhörer in die Mehrzweckhalle nach Adelsried lockte? Jedenfalls musste wegen des Ansturms auf das traditionelle Konzert zusätzliche Stühle geholt werden! Nun, nach 20 Jahren mit Gudrun Gastl am Dirigentenpult hatte im September 2019 Norbert Rachuth den Dirigentenstab in Bonstetten übernommen und am Drei-Königstag sein erstes Konzert mit den Stauffersberger Musikanten aus Bonstetten präsentiert. Das war sicherlich ein zusätzlicher Anreiz, sich diesen Ohrenschmaus zu gönnen.

Abwechslungsreiches Programm begeistert

Zum siebten Mal war es gelungen, Sponsoren für das Programm dieses Konzerts zu gewinnen, die mit ihrer Patenschaft für die Stücke den Musikverein unterstützen. Den Auftakt machten die Musiker mit „Monumentum“ des jungen österreichischen Komponisten Martin Scharnagl, bei dem sie durch die wechselnden und ungeraden Taktarten anfangs durchaus gefordert wurden, wie Moderatorin Marina Fladerer einräumte. Die Zuhörer merkten davon nichts, sie waren von diesem fulminanten Start begeistert. Bestens bekannt war der Marsch „Adelsried Eintausend“ aus der Feder von Kurt Pascher. Schließlich war wohl jeder der Zuhörer mindestens einmal beim großen Fest „Adelsried 1000“. Dann zeigte sich die große Vielfalt diese Konzerts: Bei John Miles‘ „Music“ (… was my first love and it will be my last) summten viele Gäste mit. Offenbar verbinden sie mit dieser Rockballade schöne Erinnerungen. Nach den Ehrungen machen die Musiker einen äußerst gelungenen Exkurs zum „Triumphal March from Aida“ von Guiseppe Verdi. Marina Fladerer begeistert zuerst die Zuhörer mit der Geschichte dieser Oper, die als Auftragswerk entstand. Zunächst muss sich der Künstler geweigert haben, doch 150.000 Goldfranken waren offenbar schließlich ein überzeugendes Argument! Nachdem die Trompeten und Flügelhörner mit Rhythmus und Höhe beim Triumpfmarsch doch sehr gefordert sind, ging es anschließend in die Pause.

Scheinwerferlicht für Solisten

Im zweiten Abschnitt des Konzerts rückten einige Solisten ins Scheinwerferlicht, die man als Zuhörer oft nur als Begleit- oder Rhythmusinstrument wahrnimmt. Völlig zu Unrecht, wie Sebastian Schaller mit seiner Tuba eindrucksvoll unter Beweis stellte. Mit der Polka „Der fidele Bassist“ präsentierte der junge Musiker sein Instrument und riss die Gäste zu Szenenapplaus hin. Amy Winehouse wurde unter anderem mit „Valerie“ berühmt, ein Lied, das die Stauffersberger Musikanten brillant interpretierten, bevor Markus Mayr als Bonstetter „Fegerländer“ als Solist die Bühne für sich behauptete. Die österreichischen Fegerländer sind eine junge volkstümliche Big Band, die auf hohem Niveau böhmische Blasmusik mit moderner Schlager-Big-Band-Musik vermischen. Mit „My Dream“ begeisterte Markus Mayr das fachkundige Publikum, bevor dann die volle Aufmerksamkeit Thomas Förg gehörte, der beim „Solo for Percussion“ das Scheinwerferlicht für sich beanspruchte. Szenenapplaus belohnte auch ihn für super Darbietungen bei „King of Swing“ und bewies auch den nicht so versierten Gästen, wie wichtig und brillant Schlagzeug sein kann. Lang anhaltender Applaus schien nach der ersten Zugabe das Konzert zu beenden, aber: „So kommen die Bonstetter uns nicht davon!“, seufzte Marianne. „Da geht schon noch was! Sie waren einfach super!“, fügte Lorenz an. „Und der neue Dirigent, der Norbert Rachuth, der macht seine Sache richtig gut!“, befand denn auch Sarah. Bei so viel Lob, na da gab es natürlich gleich noch zwei weitere Zugaben! Zunächst glänzte Roland Fladerer als Solist auf seiner Trompete bei „Wunderland bei Nacht“, bevor der Komponist von „Adelsried Eintausend“ bei seinem Marsch selbst den Dirigentenstab schwang, Kurt Pascher. Nach diesem Feuerwerk der Blasmusik ging es dann beschwingt nach Hause.

(Text & Bild: U. Puschak)

Minigolf mal anders

Am letzten Freitag der Sommerferien veranstaltete der Musikverein Bonstetten sein alljährliches Ferienprogramm. Und das war dieses Jahr besonders gefragt: Bereits nach kürzester Zeit gab es keine Plätze mehr! Und so starteten insgesamt 15 Kinder mit 4 Betreuern zum zum 3D-Neongolf nach Gersthofen. Der Clou: Die 18 Minigolfbahnen befinden sich in einer dunklen Halle, in der Schwarzlicht die verschiedenen Themenwelten eindrucksvoll erleben lässt.

Und nicht nur das: Auch die Kinder hatten sich vor Beginn mit Neon-Farben bemalt und leuchteten im Dunkeln. In den folgenden 2 Stunden kämpften sich die drei Teams dann durch die Antike, eroberten den Dschungel, flogen ins Weltall und tauchten in verschiedene Unterwasserwelten ab. 3D-Brillen machten das Erlebnis noch plastischer. „Das war echt cool!“, „Am besten war die Schanze!“ oder „Hast du gesehen, ich hab die allerschwerste letzte Bahn mit einem Schlag geschafft!“ waren nur ein paar der Stimmen, die nach erfolgreichem Spiel zu hören waren. Nach einer kleinen Stärkung in der Sportsbar machte sich die Bonstetter Gruppe dann wieder auf den Heimweg. Auch die Betreuer waren sich einig: „Das hat richtig großen Spaß gemacht!“, so Carolin Greger, 1. Vorsitzende des Musikvereins.

Adelsried 1000 – d‘ Bonstetter Musi war dabei!

„Unser letztes Bier, das trinken wir dann immer noch im alten Lagerhaus!“, so ein Besucher kurz vor der Nachtwächterstunde beim Fest „Adelsried 1000“. Und das war bei weitem keine Ausnahme. Viele Bonstetter – und natürlich auch andere Gäste – machten noch bei den Bonstetter Musikanten Halt, bevor sie sich dann am Ende eines Festtages auf den Heimweg machten. Aber nicht nur abends, sondern auch tagsüber war in der Hofstelle der Stauffersberger Musikanten viel los. Kulinarisch lockten „Scharfer Deifl“ und „Sanfter Engel“, und bei den „Saufz’n im Weckla“ musste man meist sogar in der Schlange stehen. Aber auch musikalisch war in der „Bonstetter Hofstelle“ einiges geboten: Ob Stamm- oder Kleinbesetzung der Stauffersberger Musikanten selbst oder die Gruppe „Griabig g‘mütlich“ – Blasmusik gab es im alten Lagerhaus immer wieder. Auch die „Alte Polsterei“ zog viele Zuschauer an, die unserem Polsterer Martin Brandler über die Schulter schauen wollten, um zu sehen, wie denn z.B. ein Sofa entsteht.

„Es war natürlich viel Arbeit und Zeit nötig, um den jetzigen Bauhof in eine historische Hofstelle zu verwandeln, aber letztendlich war es einfach toll, dass wir dabei sein durften!“, so Carolin Greger, 1. Vorsitzende des Musikverein Bonstetten. „Aber das alles hätten wir nicht geschafft, wenn wir nicht von so vielen Seiten Unterstützung bekommen hätten“, so Greger weiter. Daher möchte sie sich zusammen mit dem ganzen Organisationsteam an dieser Stelle bei allen Helferinnen und Helfern bedanken: Allen voran beim Team vom Adelsrieder Bauhof, dass wir dort vor, während und nach dem Fest „einziehen“ und heimisch sein durften. Darüber hinaus bei der Gemeinde Adelsried und ihrer Bürgermeisterin Erna Stegherr-Hausmann für die allgemeine, organisatorische Unterstützung. Ein besonders großes Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer, die während den Festtagen in Küche, Schänke oder an der Kasse Dienst getan haben. Um aus dem Bauhof „unsere Hofstelle“ zu machen, war im Vorfeld viel Arbeit und Material nötig. Daher auch ein großer Dank an alle, die in den Wochen zuvor mit uns in Adelsried gewerkelt haben. Und natürlich ein Dank an alle, die uns mit Sach- und Materialspenden unterstützt haben, allen voran Daniel Demharter (deka messebau gmbh) und Johannes Greger (GREGER Eventservice). Last but not least auch ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an alle Musikanten, die bei der Bonstetter Hofstelle dabei waren! „Das war natürlich ganz wichtig – denn eine Musiker-Hofstelle ohne Musik, das geht ja nicht!“, meint Carolin Greger. Alles in allem blickt sie mit ihrem Team auf äußerst erfolgreiche Festtage zurück. „Wir waren sehr zufrieden und sind froh, dass wir dieses Fest mitgestalten und mitfeiern durften!“

Vier Tage Maifest bei strahlendem Wetter

Dass das Maifest heuer teilweise im Juni stattgefunden hat, tat dem Festerfolg keinen Abbruch. Im Gegenteil. Bei schönstem Festwetter konnte der Musikverein Bonstetten vier Tage lang feiern.

Schon traditionell machten die „Schwäbischen Brotzeitmusikanten“ nach dem Festgottesdienst den musikalischen Auftakt im Maifeststadel. Schwäbisch-bayerische Blasmusik unterhielt die Besucher des Frühschoppens bestens, bevor die Gastgeber selbst die Bühne übernahmen: Mit traditioneller Blasmusik unterhielten die „Stauffersberger Musikanten“ ihr Publikum, bevor die Musikanten aus Aretsried abends für einen gelungenen Ausklang des Vatertags sorgten.

Am Freitag stand wie jedes Jahr Kabarett auf dem Programm – heuer bereits zum 20. Mal in Folge. Und mit Markus Langer alias Sepp Bumsinger hatte der Musikverein auch einen mehr als würdigen Künstler für diesen Abend nach Bonstetten geholt. Nicht umsonst war das Kabarett bereits Anfang des Jahres komplett ausverkauft und die Gäste erlebten einen gelungen Abend mit zahlreichen Lachern.

Am Samstagabend unterhielten die Rothtaler Musikanten aus Horgau die Maifest-Gäste. Bei Gockel, Spieß und einer Halbe Bier genossen die Besucher einen unterhaltsamen Abend, den nicht wenige Besucher bei lauen Temperaturen am Weinstand und an der „Open Air“-Bar ausklingen ließen. Der Frühschoppen am Sonntag wurde traditionell von Kurt Pascher und seiner „Böhmerwälder Tanzbodenmusik“ gestaltet.

Im Anschluss daran fand wieder das BobbyCar-Rennen statt. Viele Piloten traten schon zum wiederholten Male an, um einen der begehrten Pokale zu holen. Gelungen ist das heuer folgenden Teilnehmern: Altersgruppe 1 – Fabian Rothörl (Platz 1), Alexander Winter (Platz 2) und Bendedikt Speinle (Platz 3). Altersgruppe 2 – Christian Stegherr (Platz 1), Simon Stiastny (Platz 2) und Constantin Winter (Platz 3). Altergruppe 3 – Rebecca Deil (Platz 1), Jörg Winter (Platz 2) und Rudolf Deil (Platz 3).

Musikalisch wurde der Nachmittag von der Jugendkapelle aus Emersacker gestaltet, die erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen durften. Zum Festausklang luden die Bonstetter wieder zum freien Aufspielen in den Maifest-Stadel ein und ein überaus erfolgreiches Festwochenende ging zünftig zu Ende.

An dieser Stelle möchte sich der Musikverein Bonstetten nochmals ganz herzlich bei allen Helfern und Unterstützern bedanken, die vor, während und nach dem Fest tatkräftig dabei waren. Ohne diese „helfenden Hände“ wären vier Tage Maifest nicht möglich. Vielen Dank!

„Spaßvogeln“ mit dem Kabarettisten Markus Langer

Dieses Jahr krönte der Musikverein Bonstetten sein 20-jähriges Kabarettjubiläum (immer am Freitagabend beim Bonstetter Maifest gehört die Bühne einem Kabarettisten) mit einem ganz besonderen Künstler: dem Oberbayern Markus Langer, beziehungsweise seiner Kunstfigur  „Sepp Bumsinger“.

Bereits im Januar restlos ausverkauft

Sein Ruf eilte Markus Langer weit voraus, denn bereits Anfang des Jahres hieß es: „Ausverkauft!“ Nun, gut besucht ist der Kabarettabend beim Maifest immer, meist auch ausverkauft – nur eben nicht so früh! Aber kein Wunder, auf YOUTUBE finden sich viele Aufnahmen, die den begeisterten Fans die Tränen in die Augen treiben. Und dann den Künstler live erleben? Nichts wie hin!

Und Markus Langer enttäuschte auch die Bonstetter Gäste mit seinem Programm „Spaßvogel(n)“ nicht. Szenen aus seiner oberbayerischen Heimat, wie zum Beispiel beim „Wattn“ (ein bayerisches Kartenspiel) und dem dazu gehörenden Biergenuss. Einen seiner Freunde bezeichnet er gar als „1.25“. Was das bedeutet? Nun ja, ein Mann und 25 Halbe. Kein Wunder, dass seine Freunde beim Wattn aus Versehen die Hundekekse mit Genuss verzehren… Doch bei „Fährt der Tarzan zum Baden?“ gibt es für das Publikum kein Halten mehr. Markus soll seinen Sohn vom Bahnhof abholen, erholt sich aber gerade von der letzten Nacht im Pool. Also wechselt er nur schnell die Badehose, ein besonders schickes Exemplar im Tigerlook von 1986. Doch es passt nicht mehr so recht. Aber man muss ja nicht aussteigen! Schnell wird die Abkürzung über den Schulweg genommen, wo die Polizei mit der Radarpistole lauert. Aussteigen im knappen Tarzan-Tanga direkt am sehr belebten Erdbeerfeld?! Der Kabarettist spielte mit der Phantasie seiner Gäste.

„Sepp Bumsinger“ polarisierte

Zum Auftritt von Sepp Bumsinger drehte sich der Künstler lediglich um und wechselte in eine knallorange Jacke mit passendem Cap. Jetzt wurde es definitiv deftiger. Schließlich hatte Bumsinger Geldprobleme, weil die Dorfbevölkerung nicht mehr beim ihm tankt. Doch auch eigenartige Erfindungen, die vor allem den männlichen Gästen Tränen in die Augen trieb, helfen Bumsinger nicht wirklich weiter.

Nach tosendem Applaus und zwei Zugaben war ein äußerst vergnüglicher Abend zu Ende. „Ich hab‘ schon lange nicht mehr so gelacht!“, strahlte Anne. Ihr Mann Josef stimmte ihr bei: „Wie immer in Bonstetten – ein gelungener Abend!“  So war auch der Jubiläumsabend einmal mehr sehr geglückt.

(Bild & Text: Ursula Puschak)

„Magic Entertainment“ – Stauffersberger Musikanten verzaubern beim Drei-Königs-Konzert

Gudrun Gastl für 20 Jahre Dirigat geehrt

20 Jahre ist die Dirigentin Gudrun Gastl bereits dem Musikverein Bonstetten tätig – eine lange Zeit, die alle geprägt hat.

So war denn auch der fulminante Auftakt des Drei-Königs-Konzerts 2019, Jubilance von James Swearing, mit Bedacht gewählt. Zum einen war es der ausgesprochene Wunsch der Jubilarin, zum anderen präsentierte „Jubilance“ eindrucksvoll die Bandbreite dieses engagierten Musikvereins. Kein Wunder also, dass die Ehrung „ihrer“ Dirigentin eine ganz besondere Position einnahm: gleich zu Beginn des Konzerts. Die 1. Vorsitzende der Stauffersberger Musikanten, Carolin Treu, dankte Gudrun Gastl für ihr großes Engagement, ihre Geduld und „für die Nerven, die wir dich schon gekostet haben“. Zusammen mit der 2. Vorsitzenden Marina Fladerer überreichte Treu einen riesigen Rosenstrauß und einen Wellness-Gutschein.

Wunschkonzert à la Carte

Dann nahm das eigentliche Konzert so richtig Fahrt auf. Wie in den Vorjahren konnten gegen eine Spende im Vorfeld Wünsche geäußert werden, die vom Musikverein in ein großes Ganzes zusammengefügt wurden. Den Auftakt machte „Moments for Morricone“, bei dem die zahlreichen Zuschauer in die Welt des Italo-Western entführt wurden. Bei der Version der Stauffersberger Musikanten beeindruckten u.a. auch trabende Pferde oder galoppierende Soldaten, die die begeisterten Zuhörer erkannten. Vom Italo-Western ging es weiter in die Weiten Australiens. Die Titelmelodie zu „Die Dornenvögel“ weckte bei vielen Gästen Erinnerungen an die vierteilige Saga.

Blasmusik macht Freude

Nun, dies war der Titel des nächsten Stücks. Doch in Wirklichkeit könnte diese Polka von Kurt Gäble auch das Motto des Musikvereins Bonstetten sein. Rhythmische Energie und ein lebhaft-fröhlicher Charakter zeichnet diese Schnellpolka aus und vermittelt genau das, was der Titel verspricht: Freude an der Blasmusik. Oder, wie es Marina Faderer in ihrer Anmoderation formulierte: „Und genau diese Freude ist es, was uns Musikanten auch bei 30 Grad im Schatten bei einem Festumzug mitmarschieren oder im Sommer auf der Bühne eines Bierzelts spielen lässt!“

Gut unterhalten waren die zahlreichen Gäste anschließend mit einem Medley von Robbie Williams größten Hits („Let me entertain you“), gefolgt von „Up where we belong“.  In der Instrumentalversion dieses internationalen Hits von Jennifer Warnes und Joe Cocker, der 1982 mit dem Oscar als bester Film-Song ausgezeichnet wurde, bewiesen die Musiker der Stauffersberger Musikanten einmal mehr ihre Klasse. „An absolute magic version“ präsentierten Lisa Förg alias Jennifer Warnes und Markus Mayr alias Joe Cocker in der instrumentalen Darbietung.

Nach „Simply Red on Tour“ gehörte die Bühne dem legendären „Satchmo! A Tribute to Louis Armstrong“. Das letzte, offizielle Stück setzte fast noch einen drauf: „Thank you for the music“ von ABBA wurde schwungvoll gespielt und zeigte eindrucksvoll, weshalb ABBA-Hits auch bei den Jungen so beliebt sind.

„Highland Cathedral“ schließt den Kreis

„Highland Cathedral“ wurde von den Deutschen Ulrich Roever und Michael Korb anlässlich der „Highland Games“ in Deutschland komponiert. 1982 spielte Korb Highland Cathedral selbst auf dem Dudelsack ein, inzwischen gibt es mehr als 800 Versionen von anderen Künstlern. Die Bläserversion begeisterte die Zuhörer so sehr, dass sie auf einer weiteren Zugabe bestanden. Nach dem „Kaiserin Sissi Marsch“ ging es nach Hause, nicht ohne zuvor die Musiker mit lang anhaltendem Applaus belohnt zu haben.

Ehrungen beim Musikverein Bonstetten

Einen schöneren rahmen als das alljährliche Dreikönigskonzert kann man eigentlich nicht finden, um verdiente Mitglieder zu ehren. Das dachte sich der Musikverein Bonstetten und zeichnete zusammen mit dem ASM langjährige, aktive Mitglieder aus.

Nicht bange um den Nachwuchs

Gleich bei der ersten Ehrung wurde deutlich, dass es den Stauffersberger Musikanten um den Nachwuchs nicht bange sein muss: für zehn Jahre Treue wurde Marie Stegherr vom ASM ausgezeichnet. Da wundert es nicht, dass Marie das gesamte Konzert begeistert mitgespielt hat. Martina Lutz gratulierte Angela Ehinger vom ASM zu 15 Jahre Treue zur Musik. Martina Förg und Elisabeth Weishaupt können bereits auf 20 Jahre zurückblicken, Holger Voigt gar auf 30.

Foto v.li.: Carolin Treu (1.Vorsitzende MVB), Martina Förg (20 Jahre), Marie Stegherr (10 Jahre), Martina Lutz (15 Jahre), Elisabeth Weishaupt (20 Jahre), Marina Fladerer (2. Vorsitzende MVB), Holger Voigt (30 Jahre), Angela Ehinger (ASM)

Bilder & Text: Ursula Puschak

Bonstetten feiert vier Tage lang Maifest

Das Maifest ist ein fester Bestandteil im Bonstetter Veranstaltungskalender. Und so starteten die Stauffersberger Musikanten am 10. Mai 2018 bei bestem Wetter in ein langes Festwochenende. Nach dem Festgottesdienst sorgten die „Schwäbischen Brotzeitmusikanten“ beim Frühschoppen für zünftige Blasmusik. Danach übernahmen die Gastgeber selbst die Bühne: Mit traditioneller Blasmusik unterhielten sie ihr Publikum bestens, bevor die Musikanten aus Reutern abends für einen gelungenen Ausklang des Vatertags sorgten.

Am Freitag stand wie jedes Jahr Kabarett auf dem Programm. Dieses Jahr war war Stefan Kröll mit seinem Programm „Gruam – Bayern von unten“ zu Gast im Stadel und beleuchtete die verschiedensten bayerischen „Abgründe“ auf höchst unterhaltsamste Art und Weise – zahlreiche Anekdoten, Mythen und Sagen gemischt mit aktuellen Themen sorgten für einen kurzweiligen Kabarettabend vor restlos ausverkauftem Haus.

Am Samstagabend begrüßten die Bonstetter Musikanten die Marktkapelle Zusmarshausen im Stadel. Bei Gockel, Spieß und einer Halbe Bier genossen die Besucher einen unterhaltsamen Abend, den nicht wenige Besucher bei lauen Temperaturen am Weinstand und an der „Open Air“-Bar ausklingen ließen. Der Frühschoppen am Sonntag wurde traditionell von Kurt Pascher und seiner „Böhmerwälder Tanzbodenmusik“ gestaltet. Feine Blasmusik lockte zahlreiche Besucher an, bevor im Anschluss das BobbyCar-Rennen stattfand. Bereits zum 15. Mal traten die waghalsigen Piloten in verschiedenen Altersgruppen gegeneinander an. Neben Pokalen und Sachpreisen ging es bei vielen Teilnehmern v.a. „um die Ehre“. Die Siegerehrung wurde von der Jugendkapelle Welden umrahmt. Zum Festausklang formierten sich am Sonntag wieder die „MVB Allstars“: Denn beim freien Aufspielen waren alle Musikanten willkommen. Und so finden sich bei dieser Gelegenheit sowohl „Ehemalige“ der „Stauffersberger Musikanten“ als auch befreundete Musiker zusammen auf der Bühne.

Alles in allem blicken die Verantwortlichen auf äußerst erfolgreiche Festtage zurück. Und nach dem Fest ist vor dem Fest – denn auch 2019 heißt es bestimmt wieder „Auf geht’s zum Maifest!“